• eileenhoppe

Eine Geschichte zum Mitmachen – Auf ins Feld!


Das ist unsere Wichteltür zu Hause, aber auch im Feld gibt es eine!


Sei gespannt auf Peters Geschichte:


Auf der Suche nach dem Weihnachtwichtel


Eigentlich hatte Peter ja so überhaupt keine Lust, mit seiner Familie einen Spaziergang zu machen. Er wollte viel lieber sein neues Spiel ausprobieren, dass der Nikolaus am Sonntag in seinen Stiefel gesteckt hatte. Und überhaupt, es war viel zu kalt. Aber seine Mama bestand darauf, einmal am Tag einen Spaziergang zu machen. Und Peter wusste, wenn seine Mama mit ihm raus ging, erlebten sie immer ein kleines Abenteuer.


So auch letzte Woche.


Es hatte geschneit. Seit langem mal wieder. War es der erste Schnee dieses Jahr? Ich glaube schon. Peter wollte raus und Schneebälle werfen. Er konnte es kaum erwarten.


Lass mich erzählen, was geschah.


Peters Mama war ganz aufgeregt. Eigentlich wollte sie nur schnell den Müll rausbringen, aber sie hielt inne, denn auf dem Weg zum Mülleimer hatte sie sie entdeckt, Fußspuren. Sie waren richtig winzig, vielleicht so groß wie ein 2Euro-Stück. Aber sie sahen aus wie echte Stiefelabdrücke, nur eben in Miniaturformat. Und dem wollte sie auf den Grund gehen. Mit Peter natürlich, denn er war ihre Spürnase. Peter hatte bis jetzt jedes Rätsel gelöst. Warm eingepackt stiefelten sie also los.


Peter und seine Familie leben nah am Feldrand im Norden Frankfurts. Sie machten sich auf den Weg und gingen da entlang, wo man gut Spuren lesen konnte. Im Schnee geht das besonders gut, aber auch im Matsch oder auf Feldwegen kann man Spuren lesen. Hasenspuren findet man im Winter viele. Auf den Feldwegen waren noch nicht viele Menschen zu sehen. Der Schnee knirschte unter den Füßen.

Da! Unter dem Baum mit der komischen Röhre. Wieder ein paar Spuren. Wofür die Röhre wohl ist? Peters Mama erklärte, dass dort der Steinkauz wohnt. Ob er den kleinen Menschen gesehen hat? Oder vielleicht war es gar ein kleiner Elf? Ein Weihnachtswichtel? Peter hatte von den Wichteln gehört. Sie kommen aus dem Norden und bewohnen jedes Haus. Manchmal tut sich eine Wichteltür auf. Sein Freund Joshua hat ihm davon erzählt. Bei ihm wohnt so ein Wichtel und zur Adventszeit bringt er Geschichten oder kleine Geschenke vorbei. Ob sie hier so einem kleinen Wichtel auf der Spur sind? Was der Steinkauz wohl gesagt hat, als er den Wichtel gesehen hat? So ganz in Gedanken bemerkte Peter gar nicht, dass seine Mama schon weiter gegangen war. Sie war ebenso neugierig wie er.


Sie liefen weiter den Weg entlang und kamen zu den Kletterbäumen. Das sind ein paar Obstbäume, auf denen manche Kinder im Sommer klettern. Kennst Du die? Daneben ist ein Garten. Den hast Du vielleicht schonmal gesehen. Da! Wieder! Kleine Fußspuren, direkt neben einem Mäuseloch. Ob der Wichtel von der Maus… nein, daran vermochte Peter nicht denken. Und überhaupt, so klein wie so ein Wichtel sein musste, konnte er bestimmt auf einer Maus reiten. Stell Dir das mal vor. Und schon wieder drifteten die Gedanken von Peter ab. Seine Mama rief. Sie wollte ihm etwas zeigen. Er rannte hinterher. Peters Mama hatte ein paar Beeren entdeckt. Ob das Wegzehrung für den Wichtel war? Oder für die Maus? Was fressen Mäuse eigentlich? Hier im Feld gibt es viele Mäuse, da kann so etwas schon einmal liegen bleiben. Aber Wichtelspuren sahen sie nicht.


Also gingen sie weiter. Sie sahen ein paar große Steine, die am Rand eines Feldes lagen. Findlinge nennt man die. Dahinter sind viele Bäume. Dort konnte sich der Wichtel gut verstecken. Ob sie ihn finden würden? Peter wurde immer aufgeregter. Aber sie mussten leise sein, um die Feldhasen nicht aufzuschrecken, denn die wohnten ja auch im Feld. Ob der Wichtel einen Hasen getroffen hatte? Was die wohl zu bereden hatten? Peter dachte wieder nach. Er überlegte, ob der Hase dem Wichtel geholfen hat, sich zu verstecken. Aber seine Mama war schon wieder weitergelaufen, an den Steinen vorbei zu den Apfelbäumen. Wie angewurzelt blieb sie stehen. Sie war sprachlos.


Da, unten. Was war das? Es sah aus wie eine Tür. Mitten in der Natur. Wohin die Tür wohl führte? Es erschien, als sei sie angeklebt. Peter hatte davon schon einmal gehört. Solche Türen sind plötzlich da, wenn ein Wichtel in der Nähe ist. Diese Türen führen direkt ins Wichtelland. Aber Vorsicht! Zerstörst Du sie, kann der Wichtel nie mehr zurückkommen. Ist eine Tür zerstört, kann sich das Geheimnis um die Weihnachtswichtel nicht weiterverbreiten. Also pass schön auf, dass der Tür nichts passiert, wenn Du so Eine siehst. Peter schaut genauer hin. Er findet ein kleines Kästchen.


Wie aufregend! In das Kästchen hat der Wichtel kleine Geschenke gelegt. Eines für jedes Kind, dass sich auch auf Wichtelsuche gemacht hat. Wenn Du so eine Kiste findest, schau gleich hinein. Das Großartige an dieser Box ist, sie wird nie leer, denn für jedes Geschenk, das entnommen wird, kann man ein kleines Geschenk für ein anderes Kind hineinlegen. Und dann kann man es immer wieder austauschen, wenn ein weiteres Kind kommt.


Wenn die Tür irgendwann verschwunden ist, sei nicht traurig. Dann ist der Wichtel weitergezogen, um ein neues Feld zu erkunden. Vielleicht ist er ja gar nicht so weit weg. Also pass schön auf und schau Dich um. Eventuell entdeckst Du bald wieder kleine Fußabdrücke oder Spuren, denen Du folgen kannst. So wie Peter, der nun mit seiner Mama wieder auf Abenteuersuche geht.

Sein Spiel des Nikolaus’ kann er später spielen. Was sie wohl heute erwartet?


Begib Dich auf die Suche nach der Wichteltür. Vielleicht findest Du sie ja und kannst Dir auch eine kleine Überraschung mitnehmen.